Die vielen französischen Namen von Weingütern sind nicht etwa eine Marketingstrategie, sondern Folge des Einflusses der Einwanderung von französischen Hugenotten (Protestanten), die im 17. Jahrhundert in Frankreich systematisch verfolgt und hingerichtet wurden. Die daraufhin einsetzende Auswanderungswelle führte die Hugenotten Ende 1687 auch an die Südspitze Afrikas. Die Flüchtlinge gründeten Franschhoek (Französiche Ecke) und bauten hier und in der Umgebung die aus der Heimat mitgebrachten Rebstöcke an, dadurch bekam der Weinbau in Südafrika einen nicht für möglich gehaltenen Aufschwung. Noch heute erinnern viele Namen der Weingüter und deren Besitzer an die französischen Gründer.

 

 

Die Rebflächen Südafrikas liegen zu 80% am Western Cape, wie die südlichste Provinz genannt wird, also innerhalb eines 200 km großen Umkreises um Kapstadt. Das hier vorherrschende mediterrane Klima wird durch den Benguela Strom verursacht, die aus den antarktischen Gewässern gespeiste kalte Meeresströmung im Südatlantik fließt am Kap der guten Hoffnung vorbei bis zum Äquator.

Dadurch ließen sich in den küstennahen Anbaugebieten von Constantia, Hermanus, Stellenbosch, Franschhoek, Paarl oder Overberg, auch in den neuen westlichen Regionen hervorragende Weiß- und Rotweine herstellen, die sich weltweit immer größerer Beliebtheit erfreuen.